Programm

Programm Das Programm des 4 Records Festivals ist so aufgebaut, dass es sich nicht wie eine endlose Liste anfühlt, sondern wie eine Reise durch verschiedene musikalische Welten. Wir haben uns bewusst für einen roten Faden entschieden, der das Wochenende verbindet, ohne dass man das Gefühl hat, ständig entscheiden zu müssen zwischen völlig unterschiedlichen Dingen. Stattdessen ergänzen sich die verschiedenen Bereiche: Die Live-Bühnen bringen Energie und Dramatik, die Clubfloors sorgen für die langen Nächte, die Record-Fair lädt zum Entdecken ein, und die Talks geben Kontext und Perspektive. Alles zusammen ergibt ein Wochenende, das sich nachher wie eine einzige große Geschichte anfühlt. Wenn man das Programm durchgeht, fällt sofort auf, dass wir keine reinen Genre-Boxen gemacht haben. Es gibt keine „Techno-Bühne“ oder „Indie-Stage“, sondern Flüsse, die sich überschneiden. Ein House-DJ, der tagsüber auf der Mainstage spielt, macht abends vielleicht ein Back-to-Back mit einem Live-Act auf dem Urban Floor. Ein Label, das auf der Record-Fair steht, schickt seinen Residenten auf eine der Bühnen. Diese Verknüpfungen sorgen dafür, dass man nicht nur Musik hört, sondern Zusammenhänge entdeckt. Man läuft zufällig an einen Stand vorbei, hört ein Set, das dort aufgelegt wird, und landet dann abends bei demselben Artist auf der Bühne. Freitagabend startet das Ganze mit einer bewussten Aufwärmphase. Die Mainstage öffnet mit einem Live-Act, der schon früh die Stimmung setzt, während sich parallel auf der Record-Fair die ersten Stände füllen. Es geht nicht um einen großen Knall gleich zu Beginn, sondern darum, sich langsam einzufinden. Man kann durch die Reihen stöbern, die ersten Gespräche führen, etwas essen, und dann mit der Musik mitzunehmen, die schon läuft. Der Übergang in die Nacht passiert organisch, wenn die Clubfloors mehr und mehr Besucher anziehen und die Bühnen sich auf die längeren Sets vorbereiten. Samstag ist der Kern des Wochenendes, der Tag, an dem alles zusammenkommt. Morgens starten die Talks und Workshops, damit man den Tag nicht mit einem leeren Kopf beginnt. Themen wie „Vinyl in Zeiten von Streaming“, „Fairness in der Buchung“ oder „Nachhaltigkeit im Clubbetrieb“ sind so gewählt, dass sie direkt mit dem Festival verknüpft sind. Man hört von Leuten, die genau das machen, was man gleich auf der Bühne oder am Stand sehen wird. Ab Mittag öffnet die Record-Fair in voller Größe, und die Bühnenprogramme bauen sich auf. Es gibt Sets, die bewusst kürzer sind, damit man zwischen ihnen wechseln kann, und andere, die länger laufen und einen richtig mitnehmen. Der Samstagabend gehört dann den Highlights. Headliner auf der Mainstage, die man sonst vielleicht nur auf größeren Festivals sieht, Back-to-Backs auf den Clubfloors, bei denen sich Residenten und Guests abwechseln, und spontane Sessions mitten auf der Record-Fair, wo Labels ihre Acts präsentieren. Die Timings sind so geplant, dass man immer eine Alternative hat, wenn man mal wechseln will, aber auch Sets gibt, die man nicht unterbrechen möchte. Dazwischen gibt es Pausen, in denen man durchatmen, etwas trinken oder einfach die Atmosphäre aufsaugen kann. Sonntag ist dann der Abschluss, der bewusst anders ausfällt. Kein hektisches Programm, sondern Raum für die Dinge, die man vielleicht verpasst hat. Die Record-Fair läuft nochmal in reduziertem Umfang, damit man Zeit hat, das mitzunehmen, was man entdeckt hat. Auf den Bühnen gibt es Matinees mit Acts, die perfekt für den Tag passen – entspannter, manchmal akustischer, oft mit Fokus auf neue Talente. Die Talks am Nachmittag drehen sich eher um Ausblicke und Reflexionen, etwa „Was bleibt von einem Festival“ oder „Wie entwickelt sich die Szene weiter“. Am Abend gibt es eine letzte Clubnacht, die aber früher endet, damit man mit einem guten Gefühl nach Hause geht. Eine Besonderheit dieses Programms ist die Integration von Side Events. Nicht alles passiert auf dem Hauptgelände. Manche Pre-Partys laufen schon Donnerstagabend in lokalen Clubs, Afters ziehen sich über die Stadt. Es gibt Listening Bars, wo man mit Label-Leuten plaudert, Pop-up-Stores mit Merch von Artists und manchmal sogar Stadtführungen mit Soundtrack. Diese Events sind so gewählt, dass sie das Festival erweitern, ohne das Kernprogramm zu überladen. Man kann sie mitmachen oder skippen, je nach Lust und Zeit. Was das Line-up angeht, haben wir uns auf Acts konzentriert, die gerade im Gespräch sind oder die wir aus Überzeugung buchen. Es gibt Headliner, die Namen haben, aber auch viele, die man vielleicht noch nicht kennt, aber unbedingt sehen sollte. Genres mischen sich: House trifft auf Indie, Techno auf Hip-Hop, Experimental auf Soul. Die Auswahl kommt aus Empfehlungen im Team, Tippgebern aus der Szene, Scouts auf anderen Events und eigenen Entdeckungen in kleinen Venues. Keine reinen Trendjagd, sondern ein Mix aus dem, was uns bewegt und was wir teilen wollen. Die Record-Fair verdient hier ein eigenes Kapitel. Es sind rund 40 Stände, die sich über zwei Tage aufbauen. Labels aus ganz Europa bringen ihre Kataloge, lokale Läden ihre besten Kisten, private Sammler Raritäten. Man findet alles von Neuerscheinungen über Reissues bis zu Deep Cuts. Dazu Signierstunden, wo Acts ihre eigenen Platten unterschreiben, und Listening Stations mit High-End Equipment. Für Aussteller gibt es klare Regeln, damit es nicht chaotisch wird, aber genug Freiheit für eigene Ideen. Die Talks und Workshops sind kein Pflichtprogramm, sondern ein Angebot für die, die mehr wollen. In kleinen Gruppen von maximal 50 Leuten diskutiert man mit Machern der Szene. Es geht um praktische Themen wie Buchungsverträge, Release-Strategien oder wie man einen Club nachhaltig betreibt. Die Workshops reichen von DJ-Techniken bis hin zu DIY-Pressungen. Alles ist so gestaltet, dass man direkt etwas mitnimmt, das man anwenden kann. Das Timetable ist online verfügbar und wird laufend aktualisiert. Es gibt eine App-Version fürs Handy, damit man nicht ständig die Website checken muss. Alle Zeiten sind Puffer eingeplant, damit Verspätungen oder technische Pausen nicht das ganze Programm durcheinanderbringen. Man sieht auf einen Blick, was parallel läuft, und kann sich seinen eigenen Plan machen. Für die Record-Fair gibt es separate Zeiten, die mit den Bühnen abgestimmt sind. Ein paar Worte zu den Specials: Wir haben immer ein paar Überraschungen drin. Secret Guests, die erst vor Ort verkündet werden, Back-to-Backs, die sich spontan ergeben, oder Crossover-Sets, bei denen Genres kollidieren, die man nicht erwartet hätte. Diese Momente sind das Salz in der Suppe, die Gründe, warum Leute immer wieder kommen. Man weiß nie genau, was passiert, aber man vertraut darauf, dass es passt. Am Ende des Tages geht es darum, ein Wochenende zu schaffen, auf dem man nicht nur Musik konsumiert, sondern teilnimmt. Ob man tanzt, hört, kauft, redet, entdeckt – jeder findet seinen Weg durch das Programm. Und genau weil es so vielfältig ist, bleibt immer etwas hängen, das man mitnimmt, wenn die Lichter ausgehen.